Birds in the Park

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Morgengrauen. Ein Vogelschwarm hat sich im feuchten Gras niedergelassen. Aber irgendetwas ist seltsam – die Vögel bewegen sich nicht! Aus der Nähe betrachtet entpuppen sie sich als Porzellanfiguren. Auf ihrem Rücken tragen sie kobaltblaue Bilder und Texte zu Krieg und Frieden, spielende Kindern und Liebesbriefe finden sich neben Raketen und verstörenden Zeitungsausschnitten. Wo auch immer die Vögel auftauchen animieren sie die Menschen zum lesen und diskutieren. Abends sind die Vögel verschwunden um am nächsten Tag woanders aufzutauchen – vielleicht an einem Strand in San Diego oder vor dem Capitol in Washington.

Aufbau

Christy Hengst, Künstlerin aus Santa Fe USA, hat dieses reisende Kunstprojekt gestartet, als die USA im Irak einmarschierten. Wir haben sie auf einigen ihrer Etappen begleitet, haben sie bei der Gestaltung neuer Vögel beobachtet und waren dabei, als sie sich in Peenemünde mit ihren Eltern traf. Hier hat ihr Großvater mit Wernher von Braun an der Entwicklung der V2 Rakete gearbeitet und ihr Vater lebte hier als Kind.

Jetzt ist das Forschungsgelände ein Museum. Christys Vater hat die „Landung der Vögel“ auf dem Museumsgelände zum Anlass genommen, die Insel Usedom zum ersten Mal seit 67 Jahren wieder zu besuchen.

Dreharbeiten Studio

Für Christy hat sich „Birds in the Park“ zu einer Erkundungsreise zum Thema Krieg und Frieden entwickelt:
„In diesem Projekt geht es um Ideen und Überzeugungen. Es geht nicht um eine einzelne Botschaft. Es geht nicht darum, sich auf eine Seite zu schlagen. Es geht darum, die Ambiguität von Krieg und Frieden zu erforschen. Kriegerisches und Friedliches sind in ein und derselben Person vorhanden. In diesem Projekt geht es um den Versuch, das miteinander zu versöhnen.“